Gemäß Twitterer Kopite7kimi darf man weitere Informationen zu "Consumer-Blackwell" im nächsten Monat erwarten. Dies mag wohl bedeuten, dass nVidia derzeit noch eher am Anfang der Validierungs-Phase von GB202 & GB203 steht und dass da noch etwas Zeit vergehen muß, ehe man zur Entwicklung der eigentlichen Endkunden-Produkte (aka komplette Grafikkarten) schreitet. Unter Umständen könnte nVidia auch auf der kommenden SIGGRAPH (28. Juli bis 1. August in Denver) einen kleinen Frühstart mit der Ankündigung entsprechender Pro-Grafikkarten (der früher als "Quadro" bezeichneten Serie) hinlegen, wie dies in der Vergangenheit durchaus schon einmal passiert ist. Deren Termin passt mit Ende Juli allerdings nicht ganz in die Vorhersage seitens 'Kopite7kimi', hat somit nur eine Außenseiterchance. Eher wahrscheinlich ist, dass die ersten Blackwell-Produkte für Consumer in vierten Quartal antreten, denkbarerweise mit einem Anziehen der Gerüchteküche ab dem August.

Is GB203 smaller than AD103 or will the SMs just get way bigger?
Quelle:  RawMango @ X am 4. Juli 2024
 
I don't know, maybe next month we can get some news.
Quelle:  Kopite7kimi @ X am 4. Juli 2024
 
Or maybe Pro stuff first at Siggraph like Turing.
Quelle:  RawMango @ X am 4. Juli 2024

Hardware Times berichten erneut zu ihren ganz eigenen Erfahrungen mit den Stabilitäts-Problemen von "Raptor Lake" – diesesmal unter "The First Descedant" mit einer "Erfolgsquote" von 7 Crashes in ganzen 34 Spielminuten. Das Spiel wird somit seinem Ruf gerecht, ein besonders klarer Indikator für dieserart Stabilitäts-Probleme zu sein, wie schon Ende Mai berichtet. Der benutzte Prozessor lief dabei mit Intels (neuem) Default-Powerprofil, der Fix für den eTVB-Bug war ebenfalls bereits eingespielt. Dies darf als Hinweis darauf gelten, dass selbst die "Intel Default Settings" sowie der eTVB-Bugfix keine ausreichende Lösung für jene Stabilitäts-Probleme darstellen – beide Fixes die Problematik nur abmildern sollen, bis Intel endlich zu einer richtigen Lösung findet.

Like many of the commonly reported crashes, the First Descendant is built atop Unreal Engine 5 and is prone to frequent crashing. Crashing during loading, crashing during shader compilation, and crashing during gameplay and even cutscenes. According to Steam, I “played” The First Descedant for 34 minutes. During those 34 minutes, the game crashed seven times, with five being BSODs (system crashes) and two CTDs (crash to desktop).
Quelle:  Hardware Times am 3. Juli 2024

Bei Hardware Unboxed hat man sich mit dem VRAM-Verbrauch aktueller Spieletitel beschäftigt, wozu selbiger schlicht für verschiedene Bildqualitäts-Settings unter 12 Spielen dokumentiert wurde. Prinzipiell dürfte dabei allein das Texturen-Setting für den Löwenanteil des VRAM-Verbrauchs stehen, ergo muß man bei VRAM-Mangel nicht zwingend die gesamte Bildqualität heruntersetzen, sondern es reicht üblicherweise der Griff zum Texturenregler. Auch wegen der nicht einheitlichen Bidlqualitäts-Abstufungen zwischen den einzelnen Spieletiteln kann man das ganze nur eher als grobe Richtschnur verstehen – dafür ist es dann jedoch gut zu gebrauchen. Gut zu sehen beispielsweise, wie die Auflösung keinen besonderen Einfluß auf die VRAM-Belegung hat, zwischen FullHD und 4K stehen grob nur 2-3 GB Mehrverbrauch, unter niedrigen Bildqualitäten sogar noch leicht weniger als das.

VRAM-Verbrauch von 11 Spieletiteln FullHD/1080p WQHD/1440p 4K/2160p
beste BQ (üblw. inkl. RT oder/und FG) 7,3 – 15,6 GB     Ø10,7 GB 7,7 – 16,4 GB     Ø11,4 GB 9,3 – 17,3 GB     Ø13,1 GB
beste BQ (üblw. inkl. RT) 6,5 – 11,7 GB     Ø9,6 GB 7,0 – 13,3 GB     Ø10,2 GB 8,2 – 16,4 GB     Ø12,0 GB
zweitbeste BQ 5,9 – 10,7 GB     Ø8,2 GB 6,4 – 12,6 GB     Ø8,7 GB 7,6 – 14,6 GB     Ø10,1 GB
drittbeste BQ (Medium/High) 5,4 – 9,2 GB     Ø7,2 GB 5,8 – 10,8 GB     Ø7,8 GB 6,6 – 12,3 GB     Ø9,0 GB
viertbeste BQ (Low/Medium) 4,8 – 8,1 GB     Ø6,5 GB 5,1 – 9,7 GB     Ø7,0 GB 6,1 – 11,4 GB     Ø8,0 GB
3DC-Empfehlung 12 GB VRAM – 8 GB nur für Einsteiger-Gaming unter Medium-Settings 16 GB VRAM – 12 GB nur mit oftmals abgespeckten Settings und ohne RayTracing 20 GB VRAM – auch gangbar sind 16 GB bei Verzicht auf RT unter einigen Spielen
VRAM-Verbrauchswerte gemäß der Ausführungen von Hardware Unboxed @ YouTube (ohne Sensua's Saga: Hellblade II)

Twitterer Miktdt weist auf eine Intel-eigene Erwähnung des "BMG-G31" Grafikchips der Battlemage-Generation hin – was die Frage klärt, wie Intel seinen kommenden Top-Chip nennt, BMG-G10 oder BMG-G31. Gemäß der Anfügung von Bionic_Squash gab es dabei wohl sogar beide Projekte bei Intel, aber der BMG-G10-Chip ist nicht mehr für eine Veröffentlichung geplant. Die ursprüngliche Intel-Roadmap sah eigentlich den Doppelschlag von BMG-G10 & BMG-G21 in dieser Release-Abfolge vor, hieraus wird nun augenscheinlich BMG-G21 & BMG-G31 – mit ergo wahrscheinlich einer umgekehrten Release-Abfolge (kleinerer Chip zuerst). Dies erklärt vielleicht auch, wieso das Battlemage-Projekt sich derart verspätet, denn offenbar ist BMG-G31 nicht einfach nur ein anderer Name für den BMG-G10-Chip, sondern regelrecht etwas eigenes – darauf deutet der veränderte, größere Sockel hin.

First real evidence Battlemage G31 exists/planned beside G21.
BGA3283-BMG-G31
VRTT Interposer – Prototypes (Internal only)

Quelle:  Miktdt @ X am 29. Juni 2024
 
ACM-G10: BGA 2660
BMG-G21: BGA 2362
BMG-G10: BGA 2727
BMG-G31: BGA 3283
(BMG-G10 not planned for release)

Quelle:  Bionic_Squash @ X am 29. Juni 2024
 
It's supposed to be 32 Xecore die afaik
Quelle:  Bionic_Squash @ X am 29. Juni 2024

Videocardz haben erste Vorab-Listungen zu Ryzen 9000 samt auch entsprechender Preise entdeckt. Jene sind in Euro und stammen aus Slowenien, sind zudem mit (bereits enthaltener) 22% Mehrwertsteuer gut mit mitteleuropäischen Preisen vergleichbar. Normalerweise sind Vorlaunch-Preise nicht wirklich wertbar, da sich oftmals nur die Händler ins Gespräch bringen wollen oder/und ein augenscheinlicher Vorlaunch-Aufschlag enthalten ist. Dies scheint für diesen Fall allerdings weniger zuzutreffen, denn rechnet man diese Euro-Preisniveau mit einem Währungskurs von 1,07 Dollar pro Euro sowie unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuer auf US-Verhältnisse um, so kommen sehr wohl zu erwartende Listenpreise (und damit keinerlei Vorlaunch-Aufschlag) heraus. Entweder hat der Händler sich dies gut ausgedacht – oder jenem lagen tatsächlich schon handfeste Preisinformationen seitens AMD vor.

Kerne Vorgänger Funtech mögl. Listenpreis
Ryzen 9 9950X3D 16C/32T Ryzen 9 7950X3D: $699 $679
Ryzen 9 9950X 16C/32T Ryzen 9 7950X: $699 659,90€ $579
Ryzen 9 9900X3D 12C/24T Ryzen 9 7900X3D: $599 $579
Ryzen 9 9900X 12C/24T Ryzen 9 7900X: $549 499,90€ $439
Ryzen 7 9800X3D 8C/16T Ryzen 7 7800X3D: $449 $439
Ryzen 7 9700X 8C/16T Ryzen 7 7700X: $399 399,90€ $349
Ryzen 5 9600X 6C/12T Ryzen 5 7600X: $299 309,90€ $269
Preisangaben von Funtech aus Slowenien sind Vorlaunch-Preise (inkl. 22% MwSt), ergo nicht belastbar

Der Branchenverband Game berichtet über die Entwicklung der Anzahl der deutschen Videospieler je nach Geräteklasse. Ausgewertet werden hierbei mittels Umfragen tatsächliche Gaming-Aktivitäten, nicht hingegen das reine Vorhandensein der entsprechenden Gerätschaften. In der Insgesamt-Statistik kann natürlich nicht zwischen Viel- und Wenig-Nutzern unterschieden werden, hierfür bräuchte man eher eine (kaum erbringbare) Statistik der gespielten Stunden. Vorerst muß man daher mit den Limitationen der dargebrachten Statistik leben: Danach brachte das Jahr 2023 ein Ende des vorher langjährigen Bedeutungsverlusts des PC, bei gleichzeitig minimalen Abschlägen aller anderen Geräteklassen – Tablets, Konsolen & Smartphones.