Gegenüber PCWorld (via VideoCardz) hat Intel-Fellow Tom Petersen im Rahmen der CES 2024 die Arbeit an den nachfolgenden Intel Grafik-Generationen "Battlemage" & "Celestial" bestätigt. "Battlemage" soll derzeit 30% der Intel-Ingenieure binden (wahrscheinlich bezogen auf die Grafik-Sparte) – dies allerdings primär auf Software-Seite, da Battlemage bereits im Silizium-Stadium angekommen ist. Letzteres hatte sich allerdings auch schon durch ein seitens Hardwareluxx im August erspähtes Validierungs-Exemplar bestätigt bzw. ergibt sich dies auch ganz automatisch aus den angesetzten Zeitplänen. Somit soll das Hardware-Team bei Intel bereits an "Celestial" arbeiten – was bestätigt, dass Intel auch weiter seine einmal abgegebene Grafik-Roadmap einhält.

It’s coming, I am excited about it, and all our engineers you know how they are constantly doing their engineering things. I’d say about 30% of our engineers are working on Battlemage, mostly on the software side because our hardware team is on the next thing (Celestial), so think about it as the Battlemage has already has its first silicon in the labs which is very exciting and there’s more good news coming which I can’t talk about right now.
I hope we are going see it before it [next CES ’25].

Quelle:  Intels Tom Petersen gegenüber PCWorld @ YouTube, veröffentlicht am 10. Januar 2024, Transcript von VideoCardz

Auf Twitter hat Hardwareluxx-Mitarbeiter Andreas Schilling bestätigt, dass GeForce RTX 4070 Ti & 4080 nunmehr EOL-Status haben, gemäß Aussagen von nVidia selber. Dies war natürlich ein offensichtlicher Schritt, nachdem nVidia in seiner aktualisierten Portfolio-Aufstellung diese beiden Grafikkarten nicht mehr nennt bzw. jene mit der Vorstellung des "SUPER"-Refresh letztlich recht automatisch obsolet werden. Dies gilt faktisch schon jetzt, die neuen Modelle haben ein absehbar besseres Performance/Preis-Verhältnis gegenüber den beiden EOL-Modellen, womit sich der Erwerb von GeForce RTX 4070 Ti und 4080 nur bei erheblichen Rabatten noch lohnen würde. Ab Februar werden GeForce RTX 4070 Ti Super und 4080 Super deren Position in nVidias Produkt-Portfolio eingenommen haben, die alten Modelle dürften somit wahrscheinlich recht schnell aus dem Einzelhandel verschwinden. Schon jetzt ist die Anzahl der lagernd gelisteten Angebote zu diesen beiden Grafikkarten beim Geizhals-Preisvergleich vergleichsweise gering.

GeForce RTX 4070 599 USD ➘ 549 USD
GeForce RTX 4070 Super: 599 USD
GeForce RTX 4070 Ti: EOL
GeForce RTX 4070 Ti Super: 799 USD
GeForce RTX 4080: EOL
GeForce RTX 4080 Super: 999 USD

Quelle:  Andreas Schilling @ Twitter am 8. Januar 2024
 
EOL confirmed?
Quelle:  Harukaze5719 @ Twitter am 9. Januar 2024
 
Yes, with NVIDIA directly.
Quelle:  Andreas Schilling @ Twitter am 9. Januar 2024

Im Rahmen einer wohl nicht per Video nachverfolgbaren "Client Computing Keynote" hat Intel die non-K-Modelle der 14. Core-Generation offiziell gemacht, welche wie bekannt das Ende der bisher bekannten Intel-Namensgebung darstellen (nachgefolgt von "Core Ultra" der 1. Generation, derzeit nur im Mobile-Bereich). AnandTech bieten wenigstens eine Blog-Berichterstattung zu diesem Event (Update: auch als Video), wobei Intel die konkreten Daten sowieso nur mittels Pressemitteilung verschickt bzw. seine Produkt-Datenbank inzwischen auf den aktuellen Stand gebracht hat. Mit den vorgestellten Prozessoren gibt es keine Überraschungen doch noch eine Überraschung: Der Core i5-14600 wechselt zum Raptor-Lake-Die und erhält damit anstatt 11,5 nunmehr 20 MB Level2-Cache. Nichts ändert sich hingegen an dem Punkt, dass es primär nur einen (sehr) maßvollen Taktraten-Aufschlag gegenüber den Modellen der 13. Core-Generation gibt – mit Ausnahme des Core i7, welcher wie bei den K/KF-Modellen zudem vier mehr Effizienz-Kerne erhält.

Kerne P-Takt E-Takt L2+L3 PBP/MTP Liste
Core i9-13900(F)i9-14900(F) gleich 2.0/5.6 → 2.0/5.8 GHz 1.5/4.2 → 1.5/4.3 GHz gleich gleich gleich
Core i7-13700(F)i7-14700(F) 8P+8E/24T → 8P+12E/28T 2.1/5.2 → 2.1/5.4 GHz 1.5/4.1 → 1.5/4.2 GHz gleich gleich gleich
Core i5-13600i5-14600 gleich 2.7/5.0 → 2.7/5.2 GHz 2.0/3.7 → 2.0/3.9 GHz 11.5+24 → 20+24 MB gleich gleich
Core i5-13500i5-14500 gleich 2.5/4.8 → 2.6/5.0 GHz 1.8/3.5 → 1.9/3.7 GHz gleich gleich gleich
Core i5-13400(F)i5-14400(F) gleich 2.5/4.6 → 2.5/4.7 GHz 1.8/3.3 → 1.8/3.5 GHz gleich gleich gleich
Core i3-13100(F)i3-14100(F) gleich 3.4/4.5 → 3.4/4.7 GHz - gleich gleich gleich

Die ComputerBase hatte schon Ende 2023 einen neuen Benchmark-Parcours für das Jahr 2024 aufgelegt, welcher aktualisiertes Testsysteme, Spiele und Settings beinhaltet. Die Menge der getesteten Spiele steigt dabei auf 22 Rasterizer- sowie 8 RayTracing-Titel, was ganz stattlich ist und vor allem bei der Index-Erstellung Werte-Ausreißern den Wind aus den Segeln nimmt (hierzu wären allerdings auch ein paar mehr RayTracing-Titel anzuraten). Aus dem alten Spiele-Parcour für das Jahr 2022 verabschiedeten sich dabei über 80% der vorher benutzten Spiele-Titel, womit der neue 2024er Benchmark-Parcour der ComputerBase u.U. durchaus abweichende Performance-Werte auswerfen könnte. Um dies nachzuprüfen, wurden nachfolgende die Performance-Werte des letzten großen 2023er ComputerBase-Reviews (zum Launch der Radeon RX 7700 XT & 7800 XT) dem neuen 2024er Benchmark-Parcour sowie dem 3DCenter Performance-Index gegenübergestellt, alles normiert auf Radeon RX 7800 XT bzw. GeForce RTX 4070.

FHD: CB'23 FHD: CB'24 FHD: 3DC 4K: CB'23 4K: CB'24 4K: 3DC
Radeon RX 7900 XTX 145% 145% 135% 157% 157% 154%
Radeon RX 7900 XT 130% 128% 124% 133% 134% 130%
Radeon RX 7800 XT 100% 100% 100% 100% 100% 100%
Radeon RX 6800 XT 96% 98% 97% - - -
Radeon RX 7700 XT 88% 85% 88% - - -
Radeon RX 6700 XT 68% 69% 70% - - -
Radeon RX 7600 58% 58% 60% - - -
Radeon RX 6650 XT 54% 54% 58% - - -
ComputerBase-Werte und 3DCenter Performance-Index jeweils normiert auf die Radeon RX 7800 XT = 100%

Erfreulicherweise recht Gamer-bezogen zeigte sich nVidias CES-Show (auf YouTube), wo es natürlich trotzdem nicht ganz ohne dem großen Thema der startenden IT-Messe ging (und somit genauso einige Push-Ups fällig werden dürften). Produkt-technisch hat nVidia dieses Jahr keine neue Mobile-Generation, sondern allein den GeForce RTX 40 "SUPER" Refresh zu bieten, zu welchem sich nahezu alle Vorab-Informationen bestätigt haben. Interessanterweise hielt sich nVidia bei den Performance-Aussagen mit direkten Vergleichen zum originalen RTX40-Portfolio stark zurück, sprich gab es also doch keine Aussagen á "Neu-Modell ähnlich schnell wie Alt-Modell". Vielmehr ging nVidia diesen Vergleichen deutlich aus dem Weg, gerade bei den auf der nVidia-Webseite kredenzten eigenangestellten Benchmarks – wo durchgängig gegen RTX30- und RTX20-Modelle verglichen wurden.

Im Rahmen der CES hat AMD einen bunten Strauß neuer PC-Produkte offiziell gemacht, wobei jene in AMDs offizieller CES-Show (auf YouTube) bestenfalls angeschnitten wurden. Dort wurde wie erwartet eher auf dem Thema "AI" herumgeritten, die konkreten Daten zu den neuen Produkten gab es dann nur mittels Pressemitteilung. Möglicherweise das wichtigste neue Produkt ist die für den 31. Januar angesetzte Ryzen 8000G Serie an Desktop-APUs, womit es endlich wieder neue Desktop-APUs von AMD gibt (nachdem die Ryzen 6000G Serie letztlich nie erschienen ist). Mittels dem Unterbau von Zen 4 sowie RDNA3 mit bis zu 12 Shader-Clustern hat AMD sicherlich ein sowohl CPU- als auch GPU-seitig sehr potentes Produkt für den Markt an Mainstream-Prozessoren mit integrierter Grafiklösung zur Verfügung. Auf der Grafik-Power reitete AMD dann auch gern herum mit seinen eigenen Vergleichen gegenüber der (mageren) iGPU eines Core i7-14700K sowie gegenüber einer GeForce GTX 1650 Desktop-Grafikkarte aus nVidias Turing-Generation.